Eine tolle Kamera? Ich las eine Menge über diese Spielzeugkamera, die nur für den asiatischen Markt produziert wurde und in Europa nicht erhältlich war. Daß sie in ihrem Erstehungsjahr 2007 sehr kurz auftauchte und dann wieder verschwand. Und daß sie aus der Feder von Superheadz stammen soll. Interessanterweise tauchten im Internet viele Exemplare auf, nachdem der Fourcornerstore in seinem Blog durchaus nicht positiv über diese Kamera berichtete. Dank sei der elektronischen Bucht kam ich auch in den Genuß (sic!) dieser Kamera.
Die Kamera steckt in einer sehr hübschen Verpackung. Mit zwei Blistern werden die Kamera, die drei mitgelieferten Filter und ein Filmlöcherimitationsrähmchen auf eine sehr vielversprechende Weise präsentiert.
Sobald aber die Kamera die Verpackung verläßt, wirkt sie fragil und als ob die Teile nicht millimetergenau aufeinander abgestimmt, sondern nach einer Bastelstunde aneinander geklebt seien. Durch das kastenartige Design wirkt sie auf Photos stabiler, als sie in Wirklichkeit ist.
Aus allem, was ich im Internet las, war zu schließen, daß sich manchmal, aber nicht immer Lichtlöcher öffnen. Das kann auf das Spiel, welches Vorder- und Rückseite gegeneinander haben, zurückzuführen sein. Da Lichtlöcher dem Testen der Linse nicht sehr zuträglich sind, beschloß ich, diesen vorzubeugen und wirklich jede Lücke mit lichtdichtem Tape abzukleben.
Es half.
Der Sucher gibt zu 95% wieder, was auf dem Photo zu sehen sein wird. Viele dieser Spielzeugkameras vergrößern oder verkleinern extrem, diese nicht.
Das Filmlöcherimitationsrähmchen ist eine Sache für sich. Eine Fälschung in einer Zeit, in der Filmlöcherraketen und andere Kameras gleicher Intention in sind. Hier steht die Tolne in nichts nach und täuscht filmreif.
Dieses Rähmchen hat einen sehr großen Nachteil, es lädt sich unglaublich schnell auf und zieht Staub an wie ein Magnet, den man dann nicht mehr los wird – nicht einmal mit einen antistatischen Tuch (siehe Nebellinsenbeispiel). Ob man dieses Rähmchen braucht, sei dahingestellt. Wen nicht geglaubt wird, daß er mit einer Tolne photographierte, hat den Beweis im Photo.
Dieser Kopf (“Über Wasser”) ist ein Kunstwerk des niederländischen Künstlers Henk Hofstra und eignet sich hervorragend für das Testen der Filter.
Ein Nebelfilter, ein Sepiafilter und ein Triplefilter liegen der Kamera bei. Sie liefern tatsächlich sehr hübsche Effekte. In meinen Testfällen gefällt mir das Resultat des Sepiafilters sehr.
Es galt auch zu testen, inwieweit die “normale” Linse, so steht es auf der Kamera selbst geschrieben, die Linien verzeichnet. Im Grunde nicht sehr. Bloß Objekte die sehr dicht im Vordergrund stehen und sich noch dazu in langer Linie durchs Motiv ziehen, biegen sich etwas zu perspektivisch.
Was mir besonders gut gefällt, ist, daß die Ergebnisse, in Scheinrichtung der Sonne photographiert, unregelmäßige und ausgesprochen dunkle Ecken und eine nach außer sehr stark werdende Unschärfe vorweisen.













